WLAN-Repeater oder Mesh-Node richtig platzieren
Der häufigste Fehler: das Gerät steht im Zimmer ohne Empfang. So findest du die Stelle, an der es wirklich hilft, und kontrollierst das Ergebnis.
In diesem Ratgeber
Du hast einen Repeater oder ein Mesh-Set gekauft, und im Schlafzimmer ist das WLAN immer noch schlecht. Fast immer liegt es am Standort. Ein Repeater kann nur weitergeben, was bei ihm ankommt: wo er steckt, entscheidet über das ganze Ergebnis.
Der Fehler, den fast alle machen
Der erste Impuls ist, das neue Gerät in das Zimmer ohne Empfang zu stellen. Genau dort kann es nicht funktionieren. Ist das Signal vom Router dort schon schwach, sendet der Repeater ein schwaches Signal weiter: Das Handy zeigt mehr Balken, die Seiten laden trotzdem zäh.
Das Gerät gehört dorthin, wo der Router noch gut ankommt und von wo aus der schwache Bereich noch erreichbar ist.
Die Faustregel: etwa zwei Drittel des Weges
Setze es zwischen Router und Problemzone, ungefähr auf die Hälfte bis zwei Drittel der Strecke, an eine Stelle mit noch starkem Routersignal. In der Praxis heißt das:
- Gleiche Etage, Zimmer am Ende: in den Flur oder das Zimmer dazwischen, nicht ins letzte Zimmer.
- Schlafzimmer oben, Router unten: oben am Treppenabsatz oder in den Raum direkt über dem Router. Das Treppenhaus ist der einfachste Weg zwischen den Etagen.
- Garage oder Gartenhaus: in den nächstgelegenen Raum, nah an ein Fenster in diese Richtung, besser noch per Kabel.
Wo er nicht hingehört
- Auf den Boden, hinter das Sofa oder in einen geschlossenen Schrank. Auf ein Regal in Brusthöhe, frei stehend, ist deutlich besser.
- Hinter Fernseher, Kühlschrank, Spiegel oder Metallregal. Metall und Wasser reflektieren und schlucken WLAN.
- Direkt neben den Router. Zwei Geräte mit zwei Metern Abstand decken dieselbe Fläche doppelt ab und bringen nichts.
- Ins Bad oder in den Hauswirtschaftsraum, zwischen Fliesen, Rohre und Metallkästen.
- In eine Steckdosenleiste hinter dem Schrank, wo Steckdosen-Repeater meistens landen.
Wenn ein Kabel möglich ist: Kabel
Ein Mesh-Node oder Access Point, der per LAN-Kabel am Router hängt, wiederholt nichts: Er erzeugt frisches WLAN mit voller Geschwindigkeit genau dort, wo du es brauchst, und darf dann auch im entferntesten Zimmer stehen. Geht kein Kabel, bleiben MoCA (über das TV-Koaxkabel) oder Powerline über die Stromleitung, deren Ergebnis von der Hausinstallation abhängt.
So findest du die richtige Stelle bei dir
Zwei Geräte, drei mögliche Regale, und mit bloßem Auge ist nicht zu erkennen, welches besser ist. Also messen:
- Miss die Wohnung im Ist-Zustand, bevor du kaufst oder installierst. Du siehst, wo das Signal noch gut ist und wo es einbricht. Die Grenze dazwischen ist der Platz für den Repeater.
- Stell ihn dorthin und lass das Netz sich einpendeln.
- Miss erneut. Ist das Zimmer weiter rot, rücke den Repeater näher an den Router, nicht näher ans Zimmer.
Schneller Vorabtest: Geh mit dem Handy an die geplante Stelle und schau, wie die Verbindung dort ist. Ist sie schon am Standort des Repeaters schlecht, wird sie dahinter überall schlecht sein.
So sieht ein guter Standort aus
- Der Repeater empfängt ein starkes Signal vom Router.
- Seine Abdeckung überlappt die des Routers ein Stück, damit Geräte beim Durchgehen wechseln können.
- Das schwache Zimmer liegt mitten in seinem guten Bereich, nicht am Rand.
- Zwischen beiden Geräten steht nichts Großes aus Metall.
Sehen statt raten
WiFi Heatmap zeichnet den Grundriss deiner Wohnung auf dem iPhone und färbt ihn nach der tatsächlichen Verbindungsqualität. Die Grenze zwischen gut und schwach wird sichtbar. Einmal vor der Installation messen, einmal danach, und du weißt, ob der Repeater richtig steht oder ein Zimmer näher rücken muss.
Weiter: wie viele Mesh-Nodes du brauchst und Repeater oder Mesh.